Suche
  • Jessica Hailer

Die Anfänge - das Fohlen ABC - Führtraining


Gabriel kannte es nicht, richtig geführt zu werden. Hier sei gesagt, dass jeder seine eigenen Vorstellungen vom "richtigen Führen" hat.

Für mich gilt: Das Pferd darf gerne hinter mir laufen, ohne mir in die Fersen zu treten, neben mir dürfen seine Ohren maximal auf meiner Schulterhöhe sein, sonst führt das Pferd mich.


Gabriel wurde am Anfang von mir mit Führkette geführt, damit er das Gewicht am Kopf wahrnahm und nicht vergaß, dass da am anderen Ende der Leine ein Mensch dran hängt.

Die ersten Führmanöver vollbrachten wir am Paddock. Drei Schritte ging ich vor, dann war die Kette nicht mehr locker, sondern sanft gespannt, dann guckte ich Gabriel an und lockte ihn mit einer einladenden Körpersprache zu mir. Als er sich vom Boden löste und auf mich zu kam, ließ ich meine positive Einstellung aus mir raus strahlen und lobte den kleinen Mann.

So übten wir, bis wir den Paddock am lockeren Strick durchqueren konnten, doch dann kam der nächste Level: Aus dem Paddock zu den Koppeln.

Der Weg zu den Koppeln war nicht weit, keine 2 Minuten. Und doch verließen wir den sicheren Paddock, sicher sowohl für Gabriel, als auch für mich.

Alles war aufregend, fürchterlich spannend und so gruselig zugleich. Klar, der Kleine war nervös und ich versuchte mir meine Nervosität nicht anmerken zu lassen.

Klare Linie, ruhige Hand, fester Fuß - sagte ich mir immer wieder.

Im Klartext: Keine Umwege einbauen, das Ziel ist das Koppelgatter. Die Hand am Strick bleibt ruhig, kein wildes Gefuchtel, kein Geklammer, die Energie überträgt sich sonst auf das Pferd. Ein fester Schritt signalisiert: Ich weiß wo es lang geht, ich führe und uns wird nichts passieren.

Und siehe da: Es klappte!

Das Frühjahr und die Koppelsaison konnten kommen!

0 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen